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Blauregen, auch Glyzinie (Wisteria)

Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Blütezeit: zweimal jährlich, wobei die ersten Blüten im Frühjahr noch vor den Blättern erscheinen. Ein zweiter, viel schwächerer Blütenschub folgt im Juli/August.

Gefunden: in einer Gartenhecke, Drahtzugstrasse

Gesehen: fast täglich bei meiner Velofahrt bergwärts

Meteo: schön, 28 Grad

Souvenir: Die Glyzinie vor unserem Tessiner Ferienhaus duftet jeden Frühling herrlich in unser Schlafzimmer hinein und verzaubert mich mit ihrer violetten Pracht. Gleichwohl ist sie an fast jeder Stockwerkeigentümerversammlung ein Traktandum. Jenen, die unter der Pergola parkieren, ist sie ein Dorn im Auge: Die süss-klebrigen Blüten, die runterfallen, hinterlassen unschöne Spuren auf Windschutzscheibe und Autodach. Bisher konnten sich die Blumenfreunde gücklicherweise immer durchsetzen. Und wir haben den Föifer und das Weggli: Glyzinie vor und unseren eigenen Parkplatz hinter dem Haus.

Spezial: Beachtlich ist nicht allein die Höhe von bis zu zehn Metern (in Ausnahmefällen auch bis zu 15 Metern); auch die Kraft, mit der die Pflanze Klettergerüste „in die Zange“ nimmt, ist ungewöhnlich. Dabei umwickelt der Schlinger seine Kletterhilfe immer gegen den Uhrzeigersinn und wird daher als linkswindend bezeichnet. Finden die Triebe keinen Halt, winden sie sich umeinander. Dieser Seileffekt verhilft ihnen zu einer höheren Stabilität ähnlich der eines Stammes.

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