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Wilde Möhre/Rüebli (Daucus carota)

Familie: Doldenblütler (Apiaceae)

Blütezeit: Mai bis September

Gefunden: Blumeninsel, Aufenthaltsplatz Tramstation Burgwies

Gesehen: beim Durchschlängeln mit dem Velo

Meteo: schön, 28 Grad

Souvenir: Die Blüte der Wilden Möhre erinnert mich an eine ihr verwandte Pflanze: den Wiesenkerbel, der auf der Wiese hinter dem Haus meiner Kindheit wuchs. Eines Frühlings entdeckte ich zwischen Wiesenkerbel, Klee und Butterblumen ein Goldketteli und anderen Schmuck: einen verloren gegangenen Räuberschatz sozusagen. Im Winter davor hatten uns Einbrecher heimgesucht. Während meine Eltern bei der Arbeit und ich in der Schule waren, waren sie über den Balkon in unsere Wohnung eingestiegen, hatten aber vermutlich bei der anschliessenden Flucht die Hälfte ihrer Beute wieder verloren.

Spezial: Das Wilde Rüebli ist offenbar eine durch und durch brauchbare Pflanze: Die Samen sind unter anderem harntreibend, menstruations- und verdauungsfördernd. Der Saft soll krebshemmend sein. Und die Wurzel, die süsser als das normale Rüebli schmeckt, hat einen hohen Mineralstoffgehalt und enthält viel Kalium, Carotinoide, Vitamin B1, B2 und C: ein Aphrodisiakum, das die Milchdrüsen bei stillenden Frauen anregt und sogar noch gegen Babydurchfall hilft. Wenn das keine eierlegende Wollmilchsau der Pflanzen ist!

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